Weltwärts in Indien

Das Abitur ist geschafft. Sofort studieren? Nein, danke. Deshalb werde ich am 13. August, im Rahmen des „weltwärts“-Programms des BMZ nach Indien fliegen und dort für 12 Monate in der Nichtregierungsorganisation Connecting arbeiten. Doch was verschlägt mich nach Indien, und wie werden meine Aufgaben aussehen?
11.10.19 / Gemeinde Wölfersheim

Für mich stand schon lange fest, dass ich nach dem Abitur erstmal für eine gewisse Zeit ins Ausland gehen und dort einen Freiwilligendienst ableisten möchte. Also habe ich mich im Herbst letzten Jahres an den Computer gesetzt und recherchiert, welche Möglichkeiten mir dazu geboten werden. Dabei bin ich auf das „weltwärts“-Programm gestoßen, welches 2008 vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung ins Leben gerufen wurde und jährlich rund 3.500 junge Menschen in Entwicklungs- und Schwellenländern wie Bolivien und Südafrika schickt, um sich entwicklungspolitisch zu engagieren. Die Einsatzplätze werden durch Entsendeorganisationen gemeinsam mit den Aufnahmeorganisationen im Partnerland zur Verfügung gestellt. Man kann sich demnach nicht selbst eine Aufgabe suchen und für diese Unterstützung von weltwärts beantragen.

Daher habe ich mich auf die Suche nach einer Entsendeorganisation gemacht und diese schließlich auch in Volunta, einer Tochtergesellschaft des DRK, gefunden. Meine Entscheidung fiel auf diese Organisation, da ich dort auf ein Projekt gestoßen bin, das mich sehr angesprochen hat – die Nichtregierungsorganisation Connecting, welche sich seit 2005 um die Prävention von Suizid kümmert. Ihre Programme sind darauf ausgerichtet, Menschen dabei zu helfen, mit Stress umzugehen sowie Traumata zu überwinden. Darüber hinaus bieten sie Unterstützung für Menschen, die Erfahrung mit dieser Thematik gemacht haben. Ich werde zu Beginn erstmal einen umfangreichen Einblick in die unterschiedlichen Programme bekommen. Nach einer gewissen Zeit kann ich mich auf das spezialisieren, was mich am meisten interessiert.

Auch die Tatsache, dass sich dieses Projekt in Indien befindet, hat mich in meiner Entscheidung bestärkt. Indien ist besonders vielfältig und vor allem etwas ganz anderes im Vergleich zu Deutschland. Genau das reizt mich daran. Ich möchte einmal etwas komplett Neues kennenlernen.

Da ich also sehr von Land und Projekt begeistert war, habe ich mich wahnsinnig über die Zusage von Volunta gefreut. Zugegebenermaßen habe ich erst ein wenig gezögert, allerdings dauerte dies nur kurz an. Letztendlich habe ich mich dann dazu entschlossen, den Schritt zu wagen und die Zusage anzunehmen.

Es ist ein komisches Gefühl zu wissen, dass man in den Flieger steigt und für die nächsten 356 Tage nicht nach Hause zurückkehren wird. Dennoch freue ich mich und bin gespannt, was mich in Indien erwarten wird.

Begleitet mich auf meiner Reise und erfahrt mehr:

www.wakingupinindia.tumblr.com

Helena Renz