Projekt Gartenrotschwanz, Update Mai 2017

Förderung des Gartenrotschwanzes im Wetteraukreis Der Gartenrotschwanz ist eine der "Verantwortungsarten" im Wetteraukreis. Er ist eigentlich ein Bewohner lichter Wälder, vielfach ist er aber auch in Obstwiesen sowie Gärten und Parks anzutreffen. Mittlerweile können wir berichten das der Gartenrotschwanz in einigen Nistkasten brütet.
14.12.16 / NABU, Natur- und Vogelschutzgruppe

Ein Schwerpunkt-Projekt unserer Ortsgruppe ist ja der Steinkauz. Sein Lebensraum hat viele Ähnlichkeiten mit denen des Gartenrotschwanzes.Beide Arten bewohnen bevorzugt Streuobstwiesen. Maßgeblich ist ein älterer Baumbestand. Sie brüten in Höhlen und Nischen. Wo natürliche Brutgelegenheiten fehlen, können sie mit Nisthilfen unterstützt werden. Den Steinkauz unterstützen wir mit 50 Niströhren in unserer Gemarkung.

Ein weiteres wichtiges Lebensraum-Element sind kurzrasige Flächen, die eine Nahrungssuche am Boden erlauben. Der Steinkauz fängt sich dort seine Nahrung in Form von Mäusen, der Gartenrotschwanz braucht Insekten.

Der Bestand des Gartenrotschwanzes ist in den letzten Jahren um ca. 20% zurückgegangen. Ein wesentlicher Grund ist der Mangel an Nistgelegenheiten. Deshalb hat die Naturschutzbehörde des Wetterau-kreises mehr als 1000 Nisthilfen angeschafft. 20 Stück davon wurden uns zur Verfügung gestellt, da wir ja in der Gemarkung zahlreiche Streuobstwiesen haben.

Mittlerweile haben wir die Nisthilfen aufgehängt.

Bei diesen Nisthilfen gibt es zwei Besonderheiten:

a) Bauform.

Die Bauform ist speziell auf den Gartenrotschwanz abgestimmt. Es gibt baugleiche Nistkästen mit unterschiedlichen Deckeln, ein oder zwei Einfluglöcher.

b)Einfluglöcher.

Diese waren über den Winter mit Paketband verschlossen. Warum?

Beim Gartenrotschwanz handelt es sich um einen Zugvogel, der erst Mitte April aus den Savannen südlich der Sahara zu uns zurück kommt. Um eine Belegung durch früher im Brutgebiet eintreffende Kurzstreckenzieher bzw. Standvögel zu vermeiden, werden die Einfluglöcher über den Winter verschlossen. Jetzt ist es Ende März, die Einflugöffnungen sind geöffnet. Jetzt gilt es abzuwarten, ob der Gartenrotschwanz dieses "Wohnungs- Angebot" in unserer Gemarkung annimmt.