Notfallvorsorge und richtiges Handeln in Notsituationen Teil 2

Essen und Trinken bevorraten
01.10.21 / Gemeinde Wölfersheim

Katastrophen gehören zum Leben. Fast täglich können wir über Katastrophen und größere Schadensereignisse in den vielfältigen Medien lesen und nehmen die Bilder von Zerstörung und Leid wahr. Dabei gibt es nicht nur die großen Katastrophen, die ganze Landstriche für lange Zeit betreffen. Ein örtlicher Starkregen, ein schwerer Sturm, in der Folge ein Stromausfall oder ein Hausbrand können für jedes Individuum, jede Familie eine ganz persönliche Katastrophe auslösen, die es zu bewältigen gilt. Nehmen Sie sich die Zeit, über Ihre persönliche Notfallplanung nachzudenken. Diese Serie soll Ihnen helfen, Ihren persönlichen Notfallplan zu entwickeln.

An dieser Stelle informieren wir Sie jetzt wöchentlich über die wichtigsten Bevorratungen und Maßnahmen, die im Katastrophenfall helfen.

Damit die wichtigen Dinge im Notfall nicht fehlen

Im Normalfall gibt es alle wichtigen Verbrauchsgüter im Geschäft um die Ecke. Frische Ware ist in der Regel immer da. Auch Medikamente sind in der Apotheke verfügbar oder schnell zu besorgen. Trinkwasser kommt selbstverständlich aus dem Wasserhahn, so wie Strom aus der Steckdose. Aber das kann durch Katastrophen beeinträchtigt werden oder ausfallen.

Fürs Überleben wichtig: Essen und Trinken bevorraten

Das sollte im Haus sein

Können Sie sich vorstellen, dass Lebensmittel und Trinkwasser einmal nicht jederzeit verfügbar sein könnten? Was ist, wenn ein Hochwasser die Straßen unpassierbar macht? Lawinen ein Dorf von der Außenwelt abschneiden? Starker Schneefall die Versorgung von Geschäften unmöglich macht? Oder ein Stromausfall die öffentliche Versorgung lahmlegt?

Mit einem Vorrat an Lebensmitteln und Getränken für 10 Tage sind Sie hierfür gerüstet.

Ein Mensch kann unter Umständen drei Wochen ohne Nahrung auskommen, aber nur vier Tage ohne Flüssigkeit.

Halten Sie pro Person ca. 14 Liter Flüssigkeit je Woche vorrätig.

Geeignete Getränke sind Mineralwasser, Fruchtsäfte, länger lagerfähige Getränke.

HINWEISE FÜR DIE VORRATSHALTUNG

› Keine Experimente. Halten Sie vor allem Lebensmittel und Getränke vorrätig, die Sie und Ihre Familie auch normalerweise nutzen.

› Strom weg?! Achten Sie darauf, dass Esswaren h ohne Kühlung länger gelagert werden können und ein Großteil Ihres Vorrats auch kalt gegessen werden kann.

› Alle Lebensmittel sollten ohne Kühlung längerfristig haltbar sein. Achten Sie auf das Mindesthaltbarkeitsdatum. Beschriften Sie Lebensmittel ohne Kennzeichnung mit dem Einkaufsdatum.

› Sie sollten Lebensmittel kühl, trocken und dunkel aufbewahren. Achten Sie auf luftdichte Verpackung.

› Neu gekaufte Vorräte gehören nach „hinten“ ins Regal. Brauchen Sie die älteren Lebensmittel zuerst auf

› Tiefgekühlte Lebensmittel zählen auch zum Notvorrat. Sie lassen sich bei einem Stromausfall problemlos verbrauchen. Frieren Sie einmal aufgetaute Lebensmittel nicht wieder ein.

› Kochen ohne Strom und Gas? Im Handel gibt es viele Alternativen wie Campingkocher etc.

› Denken Sie bei der Vorratshaltung auch an Spezialkost – z. B. für Diabetiker, Allergiker oder Babys.

› Haben Sie Haustiere? Decken Sie deren Bedarf ab!

Überprüfen Sie regelmäßig Ihre Vorräte

Zum Teil zitiert aus der Broschüre Ratgeber für Notfallvorsorge und richtiges Handeln in Notsituationen herausgegeben durch das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe in 2. Auflage.

Die Broschüre gibt es als Download unter www.bbk.bund.de , sie kann dort auch kostenlos bestellt oder kostenlos im Bürgerbüro der Gemeinde Wölfersheim abgeholt werden.