Neue Kegelbahn in Wohnbach feierlich eingeweiht
Nach mehreren Monaten mit umfangreichen Arbeiten ist die neue Kegelbahn in der Turn- und Sporthalle Wohnbach am vergangenen Samstag offiziell eingeweiht worden. Gemeinsam eröffneten der erste Vorsitzende des KV Wölfersheim, Christoph Haffki, und Bürgermeister Eike See die neue Anlage. Mit dabei waren auch der im Rathaus für das Projekt verantwortliche Projektleiter Steffen Rodekurth sowie der stellvertretende Vorsitzende Markus Lachmann, der die Umsetzung ebenfalls intensiv begleitet und unterstützt hatte.
Mit der Einweihung findet ein wichtiger Teil der Sanierungsarbeiten im Untergeschoss der Wohnbacher Turn- und Sporthalle seinen Abschluss. Die bisherige Kegelbahn war seit 1988 in Betrieb und hatte den Sportlerinnen und Sportlern damit fast vier Jahrzehnte als Trainings- und Wettkampfstätte gedient. Nach dieser langen Nutzungszeit war die Anlage technisch in die Jahre gekommen und wurde nun vollständig erneuert.
Der Weg zur neuen Bahn begann bereits am 27. Juni. Bei hochsommerlichen Temperaturen machten sich zahlreiche Mitglieder des Kegelvereins an den Rückbau der bisherigen Anlage. Dabei leistete der Verein einen erheblichen Teil der Arbeiten in Eigenleistung. Was ursprünglich über einen deutlich längeren Zeitraum vorgesehen war, konnte durch den tatkräftigen Einsatz der Vereinsmitglieder erheblich schneller umgesetzt werden. Auch beim späteren Einbau der neuen Bahn unterstützten die Kegler die beteiligten Fachfirmen.
Ab Anfang August übernahm die Firma Ahlborn den eigentlichen Neubau der Kegelanlage. Auch in dieser Phase arbeiteten Gemeinde, Verein und Fachfirma eng zusammen. Eine besondere Rolle spielte Markus Lachmann. Der zweite Vorsitzende des Kegelvereins kümmerte sich maßgeblich um Organisation und Koordination der umfangreichen Arbeiten und unterstützte damit zugleich die Projektabwicklung auf Seiten der Gemeinde. Am 3. September waren die Arbeiten schließlich abgeschlossen und die notwendige Elektronik fertiggestellt.
„Die neue Kegelbahn ist eine Investition, von der der Verein hoffentlich wieder viele Jahrzehnte profitieren wird“, erklärte Bürgermeister Eike See bei der Einweihung. „Hier wird nicht nur Sport betrieben. Die Kegelbahn ist seit vielen Jahren auch ein wichtiger Treffpunkt und steht für ein aktives Vereinsleben. Deshalb war es uns wichtig, gemeinsam mit dem Verein eine langfristige und zukunftsfähige Lösung zu schaffen.“
Die Erneuerung der Kegelbahn ist Teil einer größeren Modernisierung des Untergeschosses der Turn- und Sporthalle. Bereits zuvor hatte die Gemeinde unter anderem die Lüftungstechnik erneuert. Im Bereich der Kegelbahn wurden neue Lüftungskanäle verlegt sowie Akustikdecke und Beleuchtung erneuert. Auch angrenzende Bereiche wurden aufgewertet. So erhielt unter anderem der Vereinsraum der Wohnbacher Landfrauen eine neue Akustikdecke, LED-Beleuchtung, einen neuen Anstrich und eine neue Küche.
Projektleiter Steffen Rodekurth koordinierte auf Seiten der Gemeinde die verschiedenen Arbeiten und Gewerke. Gemeinsam mit Markus Lachmann begleitete er die Maßnahme über die vergangenen Monate. „Bei einem Projekt dieser Größenordnung kommt es darauf an, dass viele Beteiligte gut zusammenarbeiten. Das hat hier hervorragend funktioniert“, betont See. „Mein Dank gilt deshalb Steffen Rodekurth und Markus Lachmann ebenso wie allen Vereinsmitgliedern, die mit vielen Stunden Eigenleistung dazu beigetragen haben, dieses Projekt umzusetzen.“
Gerade diese enge Zusammenarbeit zwischen Gemeinde und Verein prägte die gesamte Bauphase. Zahlreiche Mitglieder halfen beim Rückbau, beim Transport der neuen Bauteile in das Untergeschoss und bei vielen weiteren Arbeiten. „Die Gemeinde schafft mit solchen Investitionen die notwendigen Rahmenbedingungen. Dass sich ein Verein gleichzeitig in diesem Umfang selbst einbringt, ist alles andere als selbstverständlich und verdient große Anerkennung“, so See.
Lange blieb die neue Anlage nach ihrer offiziellen Eröffnung allerdings nicht ungenutzt. Unmittelbar im Anschluss stand mit der ersten Runde des DKBC-Pokals bereits der erste sportliche Höhepunkt auf dem Programm. Die Herren von R09 Wölfersheim empfingen RS Olympia Villingen-Schwenningen und durften damit erstmals in einem Pflichtspiel auf den neuen Bahnen antreten.
Auch sportlich hätte der Einweihungstag kaum besser verlaufen können. Andreas Weigand, Hendrik Lüftner, Patrick Lüftner, Tobias Wolf, Daniel Rödl und Dirk Bonarius sorgten mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung dafür, dass die Premiere auf der neuen Heimbahn mit einem Erfolg endete. Mit 6:2 setzte sich R09 gegen die Gäste aus Villingen-Schwenningen durch und zog damit in die nächste Runde des DKBC-Pokals ein.
Damit wurde aus der Einweihung nicht nur baulich, sondern auch sportlich ein gelungener Auftakt. Bereits am Wochenende des 19. und 20. September steht für die Damen- und Herrenmannschaften des Kegelvereins der reguläre Saisonstart an. Mit der neuen Anlage verfügt der Verein nun wieder über moderne Trainings- und Wettkampfbedingungen und kann optimistisch in die kommenden Jahre blicken.