Gemeindepflege in Wölfersheim: Erfolgsmodell mit Zukunft
Im Rahmen eines Austauschs in Wölfersheim sprach die SPD-Landtagsabgeordnete Lisa Gnadl mit Bürgermeister Eike See und Gemeindepflegerin Doris Schäfer über die Bedeutung, die Aufgaben und die Weiterentwicklung dieses Angebots in der Wetterau.
Aus der Gemeinde gibt es durchweg positives Feedback zur Gemeindepflege, die seit 2024 vor Ort tätig ist. Bürgermeister See beschreibt das Angebot als „das Beste, was einem Ort passieren kann“. Nach einer zunächst zurückhaltenden Nachfrage habe sich das Angebot schnell etabliert. Inzwischen sei die Anfangsphase überwunden, und die Menschen wüssten, dass sie hier verlässliche Unterstützung finden. Entsprechend sprach sich See klar für eine Fortführung des Landesprogramms aus.
Auch die Gemeindepflegerin Doris Schäfer berichtete von ihren Erfahrungen: Sie betreut Menschen aus unterschiedlichen Altersgruppen, besonders häufig aus den Jahrgängen 1941 bis 1950. Seit Dezember 2024 wurden rund 160 Klientinnen und Klienten in etwa 640 Anliegen unterstützt.
Entscheidend sei, Vertrauen aufzubauen und den Menschen zu zeigen, dass Hilfe verlässlich verfügbar ist.
Durch die Arbeit der Gemeindepflege sind zudem neue Angebote in Kooperation mit verschiedenen Organisationen entstanden. Ziel ist es, Einsamkeit entgegenzuwirken und soziale Teilhabe zu fördern. Das Spektrum reicht von Workshops über Seniorentreffen bis hin zu regelmäßig organisierten Ausflügen.
Lisa Gnadl betonte die gesellschaftliche Bedeutung solcher Strukturen: „Gerade durch gesellschaftliche Veränderungen ist es umso wichtiger, dass wir uns gegenseitig unterstützen.“ Das Projekt entwickle sich zu einem echten Gewinn für die Gemeinde, da es als Schnittstelle zu weiteren Beratungsstellen diene und den Zugang zu Hilfsangeboten erleichtere.
Im Gespräch wurden neben den positiven Erfahrungen auch weitere Entwicklungsmöglichkeiten und geplante Projekte diskutiert, um das Angebot noch mehr Menschen zugänglich zu machen. Dabei wurde deutlich, wie viel durch gute Zusammenarbeit und starke soziale Strukturen erreicht werden kann.
Einigkeit bestand darüber, dass die finanzielle Unterstützung des Landes Hessen maßgeblich zum Erfolg beigetragen hat. Auch künftig soll das Angebot weiter ausgebaut werden, um Hemmschwellen abzubauen und noch mehr Bürgerinnen und Bürger zu erreichen. Die Gemeindepflege gilt damit als erfolgreiches Modell zur Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts in hessischen Kommunen.