Ein Orchester im Auftrag seiner Majestät

Mit einem mitreißenden Programm unter dem Titel „License to Rock“ begeisterte das Capitol Symphonie Orchester Offenbach am gestrigen Abend das Publikum am finalen Abend des Sommers am See in Wölfersheim. Unter der musikalischen Leitung von Judith Kubitz trat das Orchester eine Reise vom britischen Königshaus über bekannte James-Bond-Titel bis hin zu Rock- und Popliedern an.
03.08.26 / Gemeinde Wölfersheim

Mit einem mitreißenden Programm unter dem Titel „License to Rock“ begeisterte das Capitol Symphonie Orchester Offenbach am gestrigen Abend das Publikum am finalen Abend des Sommers am See in Wölfersheim. Unter der musikalischen Leitung von Judith Kubitz trat das Orchester eine Reise vom britischen Königshaus über bekannte James-Bond-Titel bis hin zu Rock- und Popliedern an.

Den feierlichen Auftakt bildeten „God Save the King“, das berühmte „James Bond Theme“ sowie Edward Elgars „Land of Hope and Glory“. Wie gewohnt führte Dr. Ralph Ziegler mit viel Charme, Humor und spannenden Hintergrundgeschichten durch den Abend. Seine unterhaltsamen Kurzvorträge zu den einzelnen Werken sorgten für zahlreiche Schmunzler und machten das Konzert zu einem besonderen Erlebnis.

Auch Freunde klassischer Filmmusik kamen auf ihre Kosten. Mit dem Theme aus Miss Marple, der Ballade „Scarborough Fair“, gesungen von Karsten Rupp, sowie der festlichen „Feuerwerksmusik“ aus 1749 für König George II zeigte das Orchester seine Vielseitigkeit. Thomas Bopp überzeugte anschließend mit „I’m Not Gonna Sit in Silence“, bevor mit den Bond-Klassikern „Live and Let Die“ und „Goldfinger“ echte Höhepunkte folgten. Gemeinsam mit „We Are the Champions“ und einer Interpretation zu „You Only Live Twice“, endete der erste Konzertteil.

Nach der Pause rückten die modernen Bond-Filme mit Daniel Craig in den Mittelpunkt. Aus der Eröffnungsszene aus „Spectre“ in Mexiko-Stadt, erklang „Los Muertos vivos Estan“ sowie traditionelle mexikanische Klänge mit kraftvollen Trommelrhythmen. Katrin Glenz überzeugte eindrucksvoll mit „Licence to Kill“, ehe „Tomorrow Never Dies“ und eine amüsante Geschichte über die sowohl giftige als auch explosive Zahnpasta „Dentonite“ für Unterhaltung sorgten.

Dr. Ziegler machte zudem deutlich, wie eng James Bond und klassische Musik miteinander verwoben sind. Über „Arie des Rodolfo“ aus der Oper „La Bohème“ führte der Weg zu Billie Eilishs „No Time to Die“, gefolgt von „Norway Chase“ und Ikona Pops „I Love It“, dessen Daseinsberechtigung Dr. Ziegler mit den starken Frauenfiguren der neueren Bond-Filme begründete. Natürlich durfte auch eine epische Inszenierung von „Skyfall“ im Bond-Programm nicht fehlen.

Als Finale gab ein Doppelpack die Beatles. Mit „All You Need Is Love“ und „Hey Jude“ hielt es viele Besucher kaum noch auf den Sitzen. Tosender Applaus und laute Zugabe-Rufe führten schließlich mit „Those Magnificent Men in Their Flying Machines“ und einer weiteren mitreißenden Darbietung von „I Love It“ zum Ende des Konzerts.