Denkmäler in Wohnbach wieder aufgestellt
Seit mehr als 100 Jahren kniet ein Soldat vor der Wohnbacher Kirche - ein stilles Mahnmal für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs. Das künstlerisch hochwertige Denkmal wurde 1921 vom Denkmalpfleger Walbe gestaltet und prägt seitdem das Ortsbild. Ein weiteres Denkmal, ein Obelisk aus den Jahren 1870/71, erinnert an die Opfer des Deutsch-Französischen Krieges.
Beide Monumente sind bedeutende Zeugnisse der Wohnbacher Geschichte. Um diese Erinnerungskultur dauerhaft zu bewahren, wurden die Denkmäler in den vergangenen Monaten umfassend restauriert. Die Arbeiten übernahm der Steinmetzbetrieb Röhrig. Neben der denkmalgerechten Sanierung wurden die Standorte der Denkmäler neu geordnet und die Fundamente entsprechend vorbereitet. Die Maßnahme wurde vom Arbeitskreis Dorfentwicklung in enger Abstimmung mit der Gemeinde Wölfersheim koordiniert. Die Gemeinde unterstützte das Projekt finanziell mit einem Zuschuss an den Arbeitskreis.
Vergangene Woche konnten die Denkmäler auf dem Friedhof wieder aufgestellt werden. Im Zuge der Arbeiten wurden Zeitkapseln im Sockel der Denkmäler eingelassen. Bürgermeister Eike See und Christel Eiser vom Arbeitskreis Dorfentwicklung setzten die beiden zuvor bestückten und versiegelten Metalboxen in das Fundament des Denkmals ein. Unter den Augen der Mitglieder des Arbeitskreises verschloss der Steinmetzbetrieb den Sockel und baute die beiden Denkmäler Stück für Stück wieder auf. Die übrigen Arbeiten sollen in den nächsten Tagen abgeschlossen werden.
Mit der behutsamen Restaurierung setzt Wohnbach ein Zeichen für den respektvollen Umgang mit der eigenen Geschichte. Die Denkmäler sollen auch künftig Orte des Gedenkens und der Erinnerung bleiben - als Mahnung an vergangene Ereignisse und als wichtiger Teil der kulturellen Identität des Dorfes.